Erdogan und Putin vertragen sich

Mal kurz…

Heute in den Nachrichten: Türkei und Russland wieder auf freundschaftlichem Fuß, Türkei entschuldigt sich für den Abschuss des russischen Kampf-Jets im November 2015.

Erdogan jetzt pflegeleicht? Mitnichten. Entschuldigt, aber auch ohne Aluhut kann man da ja nun dran tippen. Krach mit Angela und der derzeit wackelnden EU und schwupp, gehts wieder ins Bett mit Putin. Aber nicht so ganz, denn wer wäre Herr Erdogan, wenn er Putin bezahlen würde? Entschädigung für die Familie der Besatzung des Jets soll es dann doch nicht geben.

Der Karikaturist Kostas Koufogiorgos bringt es 2014 schon auf den Punkt.

Kommentar: Massenbelästigungen in Köln und anderen Städten

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Köln Hauptbahnhof bei Nacht – © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Es ist in keiner Weise zu entschuldigen, was dort geschehen ist. Was jedoch in ebenfalls keiner Weise entschuldbar und hinnehmbar ist, diese Umstände auf die Flüchtlingssituation zu schieben.

Was Silvester in Deutschland vielerorts geschehen ist, nennt man organisierte Kriminalität. An Zufall darf man getrost nicht mehr glauben. Auch ist bislang völlig unklar, wie sich der Personenkreis der Täter zusammensetzt – Flüchtlinge, Deutsche mit Migrationshintergrund (wie man so schön sagt) und Herkunft sind nicht ermittelt. Es gibt keine Festnahmen, keine Verhandlungen, keine Verurteilten. Es geistert die Aussage von „afrikanischer und Arabischer Herkunft“ umher. Die ist dann so auch nicht zu bestreiten, da decken sich ja wohl anscheinend viele Zeugenaussagen. Wie kann man daraus aber bitte darauf schließen, dass die „Flüchtlinge“ und ihre „Mentalität“ schuld seien?

Es handelte sich hier um eine abartige Weise von Taschendiebstahl und sexueller Belästigung, durchgeführt von offenbar organisierten Banden mit dem Ziel, sich an Geldbörsen und Smartphones in der Verunsicherung zu bereichern. Nicht mehr, nicht weniger. Mitnichten ist zu erkennen, dass sich 1.000 Asylbewerber und Flüchtlinge zusammengerottet haben, um „unsere Frauen“ zu betatschen (weil das in Syrien oder so auch Gang und Gäbe ist). Eher haben sich 1.000 Personen zusammengefunden, um Diebstahl oder Raub zu begehen, im Trubel des Silvestertreibens unter Zuhilfenahme der sexuellen Belästigung. Davon auszunehmen ist selbstredend eine Vergewaltigung oder Ähnliches, darum geht aber auch gar nicht.

Die Hysterie, Empörung und die Mutmaßungen schlagen jedenfalls große Wellen. Schnell fand man die Schuldigen: Flüchtlinge und offene Grenzen. Ohne Grundlage, ohne Zusammenhang. Sind einige oder viele der Täter Flüchtlinge / Asylbewerber? Vielleicht, weiß man nicht. Was sagt das über die größtenteils friedlichen und Asylbewerber (und dazu zähle ich selbstredend auch „Wirtschaftsflüchtlinge“, die hier, berechtigt oder nicht, um Hilfe bitten) aus? So viel wie die Aussage: Deutsche sind alle gewalttägige Nazis, sieht man ja an der NPD, Pro NRW, anderen Rechtspopulistischen Vereinigungen und brennenden Flüchtlingsheimen.

Wer seine Wut jetzt an den größtenteils ärmsten auslässt, hat selbst den Status „Deutscher“ nicht verdient, so wie ich ihn auffasse: Als gesetzestreuer Bürger, der das Gesetz und die Grundrechte achtet.

Ich empfehle, um zumindest viele Aspekte der Vorfälle zu kennen, zu verstehen und bevor man irgendwo kommentiert, auch zu verinnerlichen, folgende Artikel:

Bananenrepublik

 

(Kinox.to Betreiber – Haftstrafe: > 3 Jahre. Materieller Schaden: Nicht messbar (Da lange nicht jeder, der etwas herunterlädt / streamed, auch Geld dafür ausgäbe).
Würstchen Ulli – 23 Millionen Steuerbetrug – Haftstrafe 6 Monate mit diversen Annehmlichkeiten, großzügigem Freigang und ggf. sehr vorzeitiger Entlassung. Wow.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/-a-1069118.html)

Mein Austritt aus der Piratenpartei

Ich bin kein Freund großer Abschiedsworte. Daher umfasste mein Autritt zum 1. Januar 16 aus der Piratenpartei auch nur wenige Zeilen. Was gibt es da auch noch groß zu erzählen? Wir haben uns auseinandergelebt, du und ich, liebe Piratenpartei. Nicht erst heute, nicht vor einer Woche, das war ein schleichender Prozess. Nach den Wahlerfolgen hast du dich übernommen und erst in Klein-Klein, dann in Kleinkriegen verfangen. Meine Mit-Piraten zerfleischten sich lieber gegenseitig – auf allen Ebenen – als das gemeinsame Ziel anzupacken. Aus Diskussionen wurden Streitigkeiten, fähige Köpfe aus der Partei vergrault.


Ich weiß, dass diese Dinge nicht unter allen Piraten auftraten. Es gab und gibt noch immer einige Verbände oder Crews, die durchaus lösungsorientiert gemeinsam arbeiten. In Düsseldorf bzw. Neuss zum Beispiel, da kann ich Lukas Lamla nennen (MdL). Mit ihm (und natürlich vielen anderen Helfenden, am stärksten in Erinnerung habe ich Marc Olejak aka. Grmpyoldman) zusammen haben wir 2008 und 2009 die Piraten nach vorn gebracht. Infostände, Demos, Menschen aufklären, Zensursula. Unsere Arbeit wurde im Anschluss belohnt, wir wurden in nicht geringen Zahlen gewählt. Was dann passierte, dafür müsste man die Verantwortlichen immer noch durchs Dorf jagen. Die viele fruchtbare Arbeit von Hahnen-Kämpfen, unsäglichen „Nazi“- und „KiPo“-Partei Diskussionen und erheblichen internen (öffentlich ausgetragenen) Querelen zunichte gemacht. Sogar Sendungen wie die heute Show haben uns damals unterstützt, wo sie konnten (aber mit Kritik auch nicht gespart) – für die Katz. Heute fristen wir ein Dasein als zerstrittene Nerdpartei.

Das, liebe Piratenpartei, sind ein Teil meiner Gründe. Ich sehe keine Daseinsberechtigung mehr für die Partei, wie sie inzwischen vorliegt.

Mach’s gut. Ich gehe nicht zur FDP, versprochen.

Spendensammlung Internet für Flüchtlinge in Eller

Die Flüchtlingsunterkunft Am Straußenkreuz hat kein Internet oder WLAN. Die Einwohner benötigen Internet, um über Facebook, Mail & Co. mit ihren Angehörigen in Verbindung zu bleiben. Sich über ihre Heimat zu informieren. Miteinander zu kommunizieren. Ein Internetzugang ist quasi ein Grundrecht, ohne Internet kaum Integration. Mit dieser Spendensammlung soll ein DSL 50.000 Anschluss in der günstigsten Variante auf 24 Monate finanziert werden.

Die Kosten bei 1&1, welche Anschlüsse mit einem Monat Laufzeit anbieten:

1&1 DSL 50
Internet-Flat: Mit bis zu 50 MBit/s im Internet surfen

Einmalig 159,89 €
Monatlich: 12 x 16,99
Ab dem 13. Monat 29,99

Rechnung auf 24 Monate: 723,65 €

Falls der Bedarf vorzeitig wegfällt, wird der Überschuss innerhalb Düsseldorfs verwendet, um eine andere UNterkunft mit Freifunk auszustatten. Sollte dies nicht nötig / möglich sein, geht der Überschuss an die Initiatie „Stay“ (http://www.stay-duesseldorf.de/) in Düsseldorf.

Die Initiative wird von mir, Stefan Jacobi, privat betrieben. In Eller in ich u.a. als erster Vorsitzender des Veedels-Zoch Eller e.V. bekannt; Ebenfalls wurden die Flüchtlingszelte an der Heidelberger Straße mit meiner Hilfe vernetzt.